Das Grubenmeiler-Verfahren ist eine historisch belegte Methode, die trotz geringerer Ausbeute als beim Doppeltopf-Verfahren ↗, und aufwendiger Feuerführung durch ihre Einfachheit und die Möglichkeit des kontinuierlichen Abflusses von Teer besticht. Es eignet sich vor allem für größere Produktionsmengen.
Fundlage und historische Grundlage

Aufbau der Grube

Im zylindrischen Teil der Grube wird ein Auffanggefäß für den Teer platziert. Dieses wird mit einem Rost abgedeckt, um herabfallende Holzstücke abzufangen. Darüber wird das harzhaltige Holz, das in Stücke von etwa 2 x 2 x 10 cm gehackt wurde, in die trichterförmige Grube eingeschichtet. Die Holzfüllung sollte bis zum oberen Rand der Grube reichen. Die Oberfläche wird sorgfältig mit Rinde, Grassoden oder feuchtem Lehm abgedeckt, wobei ein freiliegender Kreisring von etwa 10 cm Breite belassen wird. Dieser Ring dient als Zündfläche für den Schwelvorgang.
Schwelvorgang
Das freiliegende Holz wird mit brennender Holzkohle entzündet. Der Schwelprozess erfordert besondere Aufmerksamkeit, da das Feuer kontinuierlich brennen muss, aber nicht zu schnell herunterbrennen darf. Die Kontrolle des Feuers ist aufgrund der Abdeckung und der Lage im Inneren der Grube eine Herausforderung und erfordert Erfahrung.
Ausbeute und Qualität
Die Ausbeute liegt bei diesem Verfahren mit etwa 4–5% deutlich unter der des Doppeltopf-Verfahrens. Der chemische Aufbau der gewonnenen Teere ist jedoch ähnlich. Beim Grubenmeiler-Verfahren fließt der entstehende Teer sofort nach unten ab, ohne längere Zeit hohen Temperaturen ausgesetzt zu sein. Dies führt zu einem Teer mit einem geringeren Anteil an Aromaten. Beim Doppeltopf-Verfahren hingegen sorgen die höheren Temperaturen für eine höhere Aromatenkonzentration.
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Materialien & Rohstoffe
Holzteer (Kiefer)
Holzteer (Buche)
Werkzeuge & Hilfsmittel
feuerfeste Handschuhe
- Todtenhaupt, Dieter (2004). "Holzteer" In: Düppeler Lexikon. Link zur Quelle
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