Die Logik beim Einzelfaden

Wenn du ein 50g-Knäuel in den Händen hältst, auf dem Nm 20 steht, bedeutet das: 20 Meter pro Gramm; abgewickelt ist es somit 1.000 Meter lang.
Verzwirnte Garne
Werden mehrere Einzelfäden miteinander verdreht, zeigt die Zahl nach dem Schrägstrich die Anzahl dieser Fäden an: zum Beispiel Nm 20/2. Die erste Zahl steht weiterhin für die Feinheit des einzelnen Rohfadens. Liest man den Bruch als Rechenaufgabe (20 / 2 = 10), ergibt sich die tatsächliche Lauflänge des Zwirns: 10 Meter pro Gramm.
Alternative Maßsysteme
Das moderne tex-System sowie das traditionelle Denier-System aus der Seidenverarbeitung drehen diese Logik um: Sie bestimmen, wie viel Gramm eine feste Garnlänge wiegt. Hier gilt: Je höher die Zahl, desto dicker der Faden.
In der Handweberei begegnen einem zudem oft historische angloamerikanische Sondermaße wie NeL (Leinen), NeK (Wollkammgarn) oder NeB (Baumwolle). Da diese auf Yards und Pfund basieren, erfordern sie spezifische Umrechnungsfaktoren.
exotische Maßangaben in Nm umrechnen
Eine bloße Zahl wie "100" ohne Einheit ist meistens eine Herstellerbezeichnung (z. B. bei Nähgarnen oft Synthon/Saba oder Nm-Äquivalente). Suche dann nach Angaben über die Lauflänge und nutze den Lauflängen-Rechner weiter unten.
Angaben in Ne sollten die Zwirnigkeit berücksichtigen, z. B. Ne 20/2 bedeutet: Zwei Fäden von jeweils Ne 20 wurden verzwirnt.
Bei Tex/Denier: z. B. 100×2 tex bedeutet: Zwei Fäden à 100 tex ergeben zusammen 200 tex.
Gramm und Meter in Nm umrechnen

$$\text{Nm} = \frac{125 \text{ m}}{50 \text{ g}} = 2{,}5$$
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